Das Haus des Leids, Erster Teil
Christian Berner

Der Autor


Geboren bin ich am 22. September 1971 in Schrobenhausen, einer charmanten, kleinen Stadt mitten in Bayern. Wie meine Mutter immer wieder gerne mit einem Lächeln erzählt, war ich so neugierig auf dieses Leben, dass ich beinahe schon im Fahrstuhl der Klinik zur Welt gekommen wäre. Kaum daheim, betrachtete ich es als meine oberste Pflicht, auf mich gebührend aufmerksam zu machen. „Ist das euer Kind oder die neue Feuerwehrsirene?“ Das wurde meine Mutter tatsächlich mehrfach von unseren Nachbarn gefragt - ich war nicht unbedingt das Paradebeispiel eines leisen Kindes. 

Das änderte sich jedoch ab der Vorschulzeit, als ich die Liebe zu den Buchstaben entdeckte. Die Welt der Bücher tat sich mir auf, - ach was rede ich, der Kosmos an zigtausend Welten offenbarte sich meinen staunenden Augen und lockte mich mit solch unwiderstehlicher Kraft, dass ich von da an kaum noch zu sehen oder hören war. „Wo ist denn euer Jüngster?“, wurde meine Mutter nun gefragt. „Na, hinter seinen Büchern!“, war die stereotypische Antwort. Als Kind auf dem Land hatte ich dennoch mehr als genug Bewegung an der frischen Luft - es gab in den 70ger und 80ger Jahren schließlich nur drei Fernsehprogramme und natürlich auch noch kein Internet. 


Vor mehr als zwanzig Jahren, ich hatte gerade meine Bude in einem Studentenwohnheim in München bezogen, kam ich zum ersten Mal mit dem Pen-and-Paper-Rollenspiel "D&D" in Berührung. Sofort war ich Feuer und Flamme, denn auch schon vorher waren Fantasy-Romane meine absoluten Lieblingsbücher. Es dauerte nicht lange, da begann ich als Spielleiter einer Rollenspielgruppe die fantastische Welt Ama mit dem gewaltigen Kontinent Nin zu erschaffen und zu gestalten. Und ob ihr es glaubt oder nicht - wir spielen heute noch, und zwar mit genauso viel Freude und kreativer Energie, wie damals, wenngleich wir mittlerweile nur noch zu zweit sind. Die Idee, ein Buch aus all dem Stoff zu schreiben, entstand früh. Aber wie so oft im Leben war irgendwie immer alles andere wichtiger - meine damalige Frau, meine ersten beiden Kinder, der Beruf als Lehrer für Mathematik und Sport an einem bayerischen Gymnasium, all das forderte zu viel Energie, als dass ich die Verwirklichung dieses Traumes ernsthaft betrieben hätte. Von 2009 bis 2011 lebten wir dann in Mexiko. Dort begriff ich, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu sein, die Zukunft als Projekt der Gegenwart zu begreifen und nicht zu warten, um die eigenen Pläne, seien sie auch noch so verwegen und verrückt, in die Realität umzusetzen. Doch bevor es dazu kam, dass ich an meine eigenen schriftstellerischen Fähigkeiten glaubte und wirklich zu schreiben anfing, zerbrach zunächst mein bis dato geführtes Leben, und ich saß auf dem Scherbenhaufen einer Scheidung, verbunden mit einem Kontaktverlust zu meinen Kindern. Nur wer das selbst erlebt hat, vermag zu ermessen, wie sich das anfühlt. Ich bin kein grüblerischer Mensch, aber ich zweifelte damals doch sehr am Sinn meines Daseins. Das änderte sich grundlegend durch meine heutige Frau. Ihr verdanke ich es, den Weg durch dieses dunkle Tal gefunden zu haben. Und sie war es auch, die mich darin bestärkte, auf mein Talent als Autor zu vertrauen und den Sprung in das unbekannte Gewässer einer Selbstveröffentlichung zu wagen. 

In meinem Haupterwerb unterrichte ich immer noch die Fächer Sport und Mathematik und leite eine der Theaterklassen an unserer Schule, sowie die Mittelstufen-Theatergruppe. In einer Kooperation mit dem regionalen Fernsehsender A-TV (Augsburg-TV) schrieb und inszenierte ich von 2018 bis 2019 kleine komödiantische Spielszenen, die am Ende der Sendereihe "Abgefahren" gezeigt wurden.

https://www.augsburg.tv/mediathek/kategorie/business/video/abgefahren-medienproduktion/

Ende letzten Jahres habe ich bei einem Kinotrailer mitgespielt, der seit Januar in den Kinos rund um Lindau am Bodensee gezeigt wird. War eine recht lustige und interessante Arbeit, die wieder in Kooperation mit A-TV stattgefunden hat. Hier der Link zum Video:

https://youtu.be/LCnXSH3kZac